Düsseldorf/Kreis Düren: "Das jetzt vorgelegte Handlungskonzept der Landesregie-rung für einen besseren und wirksameren Kinderschutz in unserem Land trägt den Forderungen des von allen vier Fraktionen im Düsseldorfer Landtag gemeinsam initi-ierten Antrages Rechnung", teilt die Landtagsabgeordnete Liesel Koschorreck (SPD) mit. "Das ist eine gute Entwicklung für unsere Kinder" stellte Liesel Koschorreck MdL, Mitglied des Ausschusses für Generationen, Familie und Integration, nach der Erörte-rung im Ausschuss heraus, "Ziel muss es sein, alle Möglichkeiten zu nutzen um Kin-der vor Gewalt, Verwahrlosung und Misshandlungen zu schützen und ihnen die För-derung und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie für eine gesunde Entwick-lung benötigen." Dazu ist auch eine Verbesserung der Kooperation von Jugendhilfe, Kindergarten, Schule, Kinderärzte und Hebammen sowie des Gesundheitsamtes un-erlässlich.
Liesel Koschorreck MdL: "Auch im Kreis Düren haben sich die Mitglieder der Ge-sundheitskonferenz dazu entschlossen, zum Thema "Verbesserung des Frühwarn-systems für gefährdete Kinder" eine Arbeitsgruppe zu bilden."
Ein wesentliches Handlungsfeld im Konzept ist die Teilnahme an Früherkennungsun-tersuchungen verpflichtender zu machen, sodass besser als bisher überprüft werden kann, welche Kinder regelmäßig an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen bzw. welche Eltern dies unterlassen. Dazu sollen u. a. die Eltern künftig verpflichtet werden, bei der Anmeldung in der Kindertagesstätte das Vorsorgeheft bzw. eine ärzt-liche Bescheinigung vorzulegen. "Auch die Ankündigung des Landes, in Kooperation mit den Städten und Gemeinden für die Eltern aller Neugeborenen ein Elternbegleit-buch zu entwickeln, ist ein Schritt in die richtige Richtung," so die Sozialdemokratin, "hilfreich ist auch wenn die Städte und Gemeinden es organisieren könnten, junge Eltern direkt nach der Geburt bei einem persönlichen Besuch über Hilfe- und Unter-stützungsleistungen vor Ort zu informieren – ähnlich wie es bereits in Gütersloh und Dormagen läuft.
Das Handlungskonzept sieht ferner vor, die unter der rot-grünen Landesregierung initiierten "sozialen Frühwarnsysteme" auszubauen. "Das ist nur konsequent," so Liesel Koschorreck MdL, "denn es hat sich gezeigt, dass durch strukturierte und ver-lässliche Kooperationen von Fachkräften in den Kommunen Strukturen aufgebaut werden, mit denen Risiken für Kinder frühzeitig erkannt und entsprechende Hilfen angeboten werden können. Wichtig", so Liesel Koschorreck MdL abschließend, "wird es sein, dass die Kommunen für diesen erweiterten Aufgabenkomplex aber auch die notwendigen Ressourcen vom Land erhalten. Da werden wir genau hinschauen, denn allzu oft bleibt es bei der schwarz-gelben Landesregierung lediglich bei der An-kündigung. Die Streichungen in der Kindergartenfinanzierung sind ein jüngstes Bei-spiel dafür."

